Entstehungsgeschichte
Bau der Kirche
 
 

Gelobt sei Jesus Christus!
Dekret über die Errichtung

Entstehungsurkunde

Die römisch – katholische Pfarrei BETHAUSEN (BETHLENHAZA) errichtete diese Kirche zu Ehren des gütigsten Gottes und zu Ehren des hl. Wendelin, den die Gläubigen zur Zeit der Besiedelung der Gegend im Jahre des Herrn 1882 – 83 als Patron sowohl der Kirche als auch des Dorfes erwählten. Erbaut wurde sie vom 20. Mai 1937 bis zum 24. Oktober desselben Jahres, an welchem Tag die sog. „Kirchweih“ gefeiert wird. Bei diesem feierlichen Anlass weihte die Kirche seine Exzellenz, der hochwürdigste Herr Dr. Augustinus PACHA, Bischof der Diözese Temeswar, wobei nach festlichem Brauch eine Menge von mitwirkenden Priestern dabei war und auch eine große Volksmenge teilnahm. Damals leitete die hl. katholische Kirche Papst Pius XI.; die oberste Herrschaft im Königreich aber hatte Carol II., König von Rumänien, inne. Vorsitzender der Bischofskonferenz war seine Exzellenz, der hochwürdigste Herr Alexander Th. CISAR, Erzbischof von Bukarest mit Sitz in der Hauptstadt. Präfekt des Bezirks Severin war Victor Curutiu.Erster Vorsteher des Kreises von Balint war Romulus Farcasiu. Erzdiakon des Distrikts war Julius Wünsche, Pfarrer in Recas, und die Pfarrei betreute Emericus Laukó. Ortsnotar war Augustinus Martzy, der sich um den Bau dieses Gotteshauses verdient gemacht hat, denn sein kath. Glaube und frommer Eifer ließ nicht zu, dass die Gläubigen den Bau nicht verwirklichten, denn eine solche Last konnten sie wegen der Möglichkeiten und glücklichen Umstände gut tragen. Richter im Bezirk war Michael Hulbar; die Mitglieder des Pfarreirates waren: als Vorsitzender der Ortspfarrer Emericus Laukó; zweiter Vorsitzender war Augustinus Martzy, ein ebenso eifriger wie unermüdlicher Vorsitzender der Kirchenbaukommission; Antonius Revitzk-Lévay war Schreiber und Mitunterzeichner der Angelegenheiten in der Pfarrei; Karl Fulda war Gesangslehrer und als solcher Leiter der römisch-katholischen Kantorei; weitere Mitglieder waren der Kirchenpfleger Jakob Schulde, ein angesehener Bauer, der Kassenverwalter Franz Ludwig, die Prüfer Michael Szabo und Andreas Schneider. Dazu kamen die übrigen Mitglieder Martin Kriszt, der Blechschmied Jakob Engel, Adam Wingert, Johannes Fiedler, Johannes Nieszner junior, der Mesner Johannes Balla, Anton Pintyak, der Kaufmann Josef Szinger und Michael Schwarz, ein sehr verdienter Bauer.
Die benötigte Geldsumme für den Bau der Kirche wurde mit dem Architekten vertraglich auf 555000 Lei festgesetzt: das ist eine Summe von fünfhundertfünfundfünfzigtausend, die auf folgende Weise zusammengebracht wurde: der Grundstock für die Kirche betrug vor dem ersten Weltkrieg 35000 Kronen, eine Summe, die nach dem Weltkrieg wegen der Inflation auf die Hälfte ihres Wertes sank, d. h. auf 17500 Lei. Der erste Weltkrieg dauerte von 1914 bis 1918. Die Mitglieder der Pfarrei sammelten dann über Jahre 150000 Lei. Mit dieser Summe kauften sie 111000 maschinell hergestellte Ziegelsteine von der Firma Muschong in Lugoj. Was für die erforderliche Summe bisher noch fehlte, wurde nach und nach aus den Abgaben, die den Pfarrkindern auferlegt waren, zusammengetragen. 250000 Lei gab eine Bank als Kredit mit 6% Zins, wobei der hochangesehene und hochwürdige kanonische Prälat Ludwig Kayser und der geschätzte Herr Direktor Desiderius Croglet wohlwollende Unterstützung gaben. Dann suchten die Mitglieder der Pfarrgemeinde gütige Leute auf, sie sammelten und machten Schenkungen. Am meisten gab Michael Joszt, ein Geschäftsmann an diesem Ort, und der Müller Mauritius Klein, jeweils 5000 Lei.
Zwei Mitglieder der Kommission für den Kirchenbau, Jakob Schulde und der Bäcker Michael Szabo, betrieben mit höchstem Eifer die Durchführung des Kirchenbaus. Der allmächtige Gott möge ihre Mühe vergelten. Der Bau der Kirche lag dem hiesigen Gerber Michael Vogel am Herzen, der die Kanzel stiftete. Gott rief ihn jedoch in seinem unergründlichen aber heiligsten Ratschluss zwei Wochen vor der Weihe der Kirche zu sich, wobei er zuließ, dass dessen Familie von großer Trauer erfüllt wurde.
Dank sei dem höchsten Gott und in gleicher Weise den Menschen, besonders dem jungen Architekten Franz Somogyi, einem jungen Einwohner von Detta. Dieses Dekret verfasste Emericus Laukó, der schon 26 Jahre lang Pfarrer in diesem Ort ist.
Gegeben zu Bethausen im Jahre 1937 in den letzten Tagen des Oktober.

Alles zur größeren Ehre Gottes!

 

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